Ein Löffel für die Mama… – Brei kochen für Babys

Babybrei©newkitzontheblog

Heute geht es weiter mit unserem Beikost-Monat. Nach den Zutaten für die Beikost widmen wir uns heute der Beikost-Methode Brei:

Pürierte, gematschte und anders zerkleinerte Nahrung ist die klassische, lange bewährte Beikost. Auch bei uns hat sich der Brei als Beikost etabliert. Man kann ihn sowohl selbst zubereiten, oder als Konserve in Gläschen kaufen. Beides hat seine Vorteile.

Gläschen kann man leicht überall mit hin nehmen und sie sind vielerorts zu kaufen. Zudem sind sie hygienisch einwandfrei und erfordern kein eigenes Kochen.

Selbst gekochter Brei schmeckt besser. Wer einmal Kürbis im Babygläschen mit selbst gekochtem, pürierten Kürbis verglichen hat, der kann verstehen, wieso manche Babys das Gesicht verziehen, wenn man ihnen so manchen Gläschenbrei reicht. Zudem lernen Kinder mit selbstgekochtem Brei verschiedene Geschmäcker kennen, denn Gläschenbrei schmeckt immer exakt gleich. Die Geschmacksvielfalt wirkt sich auf die zukünftigen Essgewohnheiten des Babys aus und hilft so Übergewicht vorzubeugen.

In Deutschland wird momentan empfohlen den allerersten Babybrei aus gekochtem Gemüse zu pürieren. Mag das Baby den Gemüsebrei und hat ihn ein paar Mal gegessen, erweitert man den Brei um Getreide und Öl. Wer seinem Baby Fleisch oder Fisch geben möchte, fügt dies ebenfalls dem Brei zu.

Gemüse, Öl, Getreide – die Zutaten für jeden Brei

Als erste Gemüse eignen sich milde, cremige Arten, wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Möhren oder Kürbis. Pastinake wird auch oft empfohlen.

Das Öl erfüllt hauptsächlich die Aufgabe, die Nährstoffe des Breis für das Baby besser verwertbar zu machen. Da die Öle selbst auch unterschiedliche Nährstoffe haben, ist es sinnvoll diese ebenfalls zu variieren. Neben dem viel empfohlenen Rapsöl, fand ich auch Kokos-, Lein- und Walnussöl geeignet. Leinöl ist sehr reich an Omega-3-Fettsäuren, von denen Babys nach aktuellen Empfehlungen ausreichend erhalten sollen. Spezielle Beikost-Öle enthalten deswegen Fischöl.

Als Getreide sind Hirse- oder Haferflocken, oder auch Dinkelgrieß gut geeignet.

Von den ersten Breien wird das Baby nur wenige Löffel – vielleicht auch nur einen oder zwei – essen. Um nicht größere Mengen Brei zu kochen und diesen dann einfrieren zu müssen, fand ich folgende Herangehensweise sehr überzeugend: Von dem Gemüse, das man für sich selber als Essen kocht, kann man vor dem Würzen einen kleinen Teil abnehmen, mit dem kurz aufgekochten Getreide vermischen, für das Baby zu pürieren und das Öl hinzufügen. So muss man nicht extra für das Baby kochen und zudem haben so alle mehr oder weniger das Gleiche auf dem Teller.

Ein tolles Buch für das Kochen gemeinsamer (Brei)Mahlzeiten ist das Mama-Baby-Kochbuch von Dagmar Reichel. Darin finden sich nicht nur leckere Rezepte für gemeinsame Eltern-Baby-Gerichte, sondern auch schon abwechslungsreiche Rezepte für Schwangerschaft und Stillzeit, sodass man das Buch für eine lange Zeit verwenden kann.

Hier noch unsere zwei erfolgreichsten Anfänger-Brei-Rezepte:

Süßkartoffel-Hirsebrei mit Kokosöl

Durch die süße Muttermilch sind Babys anfangs noch nicht so empfänglich für herbere Geschmäcker. Süßkartoffeln und Kokosöl schmecken mild und gleichzeitig leicht süßlich – perfekt für die ersten Babybreie.

Süßkartoffeln in fingerdicke Scheiben schneiden und für 20-25 Minuten dämpfen, bis sie weich sind. Wer keinen Dampfeinsatz hat, kann sie auch kochen. Zwei Teelöffel Hirseflocken mit etwas kochendem Wasser übergießen, sodass sie gut aufquellen und ein paar Minuten abgedeckt weiter quellen lassen. Von den Süßkartoffeln eine Scheibe für das Baby abnehmen und den Rest würzen und für das eigene Essen verwenden. Die Süßkartoffelscheibe mit einer Gabel fein zerdrücken und mit einem geschätzten viertel Teelöffel Kokosöl unter die aufgequollenen Hirseflocken rühren. Isst das Baby irgendwann mehr Brei, kann man die Mengen langsam steigern. Für die ersten Breie, ist wahrscheinlich selbst dies noch zu viel.

30-Sekunden-Avocado-Brei

Avocado war die liebste Anfangs-Beikost meines Sohnes. Sie enthält selber Öl und ist zudem relativ sättigend, sodass sie auch gut als alleinige Zutat für Beikost funktioniert. Für einen Anfänger-Brei reicht wahrscheinlich ein Viertel reifer, cremiger Avocado fein mit der Gabel gematscht. So hat man im Handumdrehen einen Babybrei. Wer mag, kann auch die ganze Avocado zermatschen und den übrig gebliebenen Teil beispielsweise mit etwas Olivenöl, Zitronensaft und Salz als Brotaufstrich essen.

 

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