Bequem Fliegen mit Baby: Fliegen mit größeren Babys

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Flugreisen mit Babys sind oft weniger anstrengend als gedacht und können gerade für weitere Strecken eine Erleichterung im Vergleich zu einer langen Zug- oder Autofahrt sein. Stellt bei kleineren Babys vor allem der Druckausgleich zu Start und Landung eine überschaubare Herausforderung dar, geht es bei größeren Babys auch darum, ihnen während des Transits ausreichend Bewegung und Spielen zu ermöglichen.

In unserem letzten Blog-Artikel haben wir bereits über unsere persönlichen Tipps für Flugreisen mit kleineren Babys (bis circa 6 Monate), sowie für die Auswahl der Fluggesellschaft und der Gepäckaufgabe geschrieben.

Fliegen mit größeren Babys ab circa 7 Monaten

Heute widmen wir uns dazu dem Fliegen mit größeren Babys (ab circa 7 Monate).

Größere Babys ab circa 7 Monate bekommen in der Regel bereits die erste Beikost und schlafen nicht mehr ganz so häufig tagsüber. Auch bei größeren Babys finde ich es angenehm, sofern man noch relativ häufig stillt, unmittelbar vor Abfahrt Zuhause noch ein Mal zu stillen. Dadurch ist das Kind erst einmal satt und die Ankunft am Flughafen, die Gepäckaufgabe, die Sicherheitskontrolle und vielleicht auch der Start (je nachdem wie lange man zum Flughafen fährt) müssten auch entspannt ohne Stillen funktionieren.

Mit dem Kinderwagen direkt bis ans Flugzeug

Da Babys, je größer sie werden, auch immer mehr schauen und sich bewegen wollen, finde ich es ab einem gewissen Alter praktischer das Baby am Flughafen im Kinderwagen zu schieben. An den meisten Flughäfen kann man den Kinderwagen bis zum Einstiegsgate mitnehmen und bekommt ihn nach der Landung auch dort wieder zurück. Dafür muss man bei der Gepäckabgabe einen Gepäckzettel, sowie einen Anhänger mit dem Aufschrift „Delivery at Aircraft“ erhalten. Am Besten, man erkundigt sich vorher, ob dies am jeweiligen Flughafen möglich ist, und nimmt sonst sein Baby in der Babytrage mit in den Sicherheitsbereich.

Der Kinderwagen muss bei der Sicherheitskontrolle zusammengeklappt auf das Gepäckband gelegt werden, während man mit seinem Baby auf dem Arm durch den Metalldetektor geht.

Nach der Sicherheitskontrolle bietet sich eine gute Gelegenheit, um sein Baby in einem der meist gut ausgestatteten Wickelräume am Flughafen zu wickeln. Dadurch kann man mit etwas Glück das Wickeln auf der engen Flugzeugtoilette umgehen und dafür direkt nach der Ankunft wieder einen Wickelraum am Flughafen nutzen.

Ins Flugzeug einsteigen

Das Einsteigen machen wir bei kleinen und größeren Babys gleich:

Obwohl Familien mit Kindern in der Regel als Erstes einsteigen dürfen, finde ich es mit einem Baby am angenehmsten als einer der Letzten einzusteigen, da man so nicht im Flugzeug warten muss, bis alle Passagiere eingestiegen sind.

Wenn man nicht eh schon beim Einchecken einen Fensterplatz bekommen hat, kann man das Bordpersonal beim Einsteigen noch ein Mal fragen, ob es einen freien Platz am Fenster gibt, wo man diskret stillen kann. Hat man Glück, sitzen in der Reihe keine weiteren Menschen, sodass man möglichst viel Privatsphäre hat und auch bei Bedarf unkompliziert aufstehen oder sein Baby etwas über die Sitze krabbeln lassen kann.

An Bord bekommt man für sein Baby ebenfalls eine Schwimmweste und einen speziellen Gurt, mit dem man sein Baby auf seinem Schoß an dem eigenen Gurt festschnallen kann. Dieser Babygurt ist relativ flexibel, sodass man auch wenn das Baby angeschnallt ist, bequem stillen, oder das Baby auf seinem Schoß schlafen lassen kann.

Für längere Flüge gibt es zudem für Babys bis und Kleinkinder bis circa 2 Jahren spezielle Babybettchen, die an der Wand der ersten Reihe angebracht werden, und die man vorher reservieren muss.

Start und Landung

Um dem Baby bei Start und Landung mit dem Druckausgleich zu helfen, sollte man es dann jeweils stillen oder ihm etwas zu Trinken oder zu Naschen geben, da es durch das Schlucken den Druck besser ausgleichen kann. Damit das Baby nicht schon fertig damit ist, bevor das Flugzeug abhebt, sollte man erst anfangen, wenn das Flugzeug auf der Startbahn anfängt zu beschleunigen.

Wenn größere Babys nicht mehr so oft gestillt werden und der Flug nicht sehr lang ist, kann man auch ausschließlich zur Landung stillen. Denn bei der Landung ist der Druckausgleich oft schwieriger als beim Start. Sobald man selber den Druck auf den Ohren spürt (was oft schon ist, bevor die Anschnallzeichen wieder eingeschaltet werden), sollte man anfangen sein Baby zu stillen.

Als Alternative zum Stillen hat sich bei uns neben einer Flasche mit Wasser auch saftiges Obst wie Orangen oder Nektarinen bewährt.

Handgepäck fürs Baby

Wer für sein Baby während der Flugreise Brei mitgenommen hat, kann diesen von den Flugbegleitern erwärmen lassen. Ein guter Zeitpunkt zum Brei-Füttern ist, wenn man auf Reiseflughöhe ist und es nicht mehr so sehr wackelt.

Für Babys gelten übrigens die Beschränkungen zur Flüssigkeitsmitnahme im Handgepäck nicht, sodass man auch größere Fläschchen und Breigläschen, als die üblichen 100 ml mit ins Handgepäck nehmen kann.

Neben etwas zu Trinken und zu Essen für Babys im Beikost-Alter, hat es sich auch für größere Babys bewährt ein paar Dinge immer im Handgepäck zu haben. Dazu gehören neben ein paar Ersatzwindeln und dem Wickelzubehör, auch Desinfektionstücher, mit denen man beispielsweise die Teile des Wickeltisches reinigen kann, die das Baby anfassen könnte. Da es im Flugzeug öfters etwas kühler ist, sollte man zudem warme Socken und einen warmen Pullover für das Baby einstecken. Und auch eine Kuscheldecke, mit der man sein Kind zum Schlafen Pucken oder Zudecken kann, ist im Flugzeug sehr hilfreich.

Ebenfalls sollte man für größere Babys etwas zum Beschäftigen mit ins Handgepäck stecken. Auf kurzen Flugreisen ist meist das ausgiebige Inspizieren des Klapptisches oder das Kennenlernen der Sitznachbarn ausreichend Beschäftigung. Für nicht ganz so kurze Strecken ist es dann gut, doch eine Art Spielzeug, wie beispielsweise einen bunten Greifling*, dabei zu haben – vielleicht auch ein Spielzeug, das noch nicht so oft benutzt wurde und für längere Zeit spannend ist.

Hat man ein Spielzeug vergessen, oder Bedarf an noch etwas Anderem, gibt es meistens bei den Flugbegleitern noch Trinkbecker, Strohhalme und Kaffeelöffel, die ebenfalls ein gutes Spielzeug während des Fluges sind.

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