Fliegen in der Schwangerschaft

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Wer während der Schwangerschaft mit dem Flugzeug fliegt, begeht diese Reise in keinem Fall alleine. Auch das ungeborene Baby bekommt die Flugreise mit. Als werdende Eltern sorgt man sich dabei oft um die kosmische Höhenstrahlung, die immer wieder als negativer Einflussfaktor auf die Entwicklung des Babys diskutiert wird. Aktuell gibt es jedoch keine sicheren wissenschaftlichen Daten darüber, dass die Höhenstrahlung das Baby im Bauch schädigt.

Die Strahlenmenge variiert stark je nach Flugroute. So sind Schwangere auf manchen Kurzstreckenflügen weniger Strahlung ausgesetzt, als bei einem Tagesausflug in die Alpen. Langstreckenflüge hingegen können teilweise zu einer Strahlendosis führen, die diejenige einer Röntgenuntersuchung um ein Vielfaches übersteigt.

Doch selbst unter Flugbegleiterinnen, die während des ersten Trimesters noch im Durchschnitt 130 Stunden flogen, scheint laut einer Studie die Wahrscheinlichkeit eine Fehlgeburt zu erleiden nicht höher als beispielsweise unter Lehrerinnen. Vielmehr würden Faktoren wie Stress oder starke körperliche Belastung das Risiko einer Schädigung des Babys erhöhen.

Deswegen sollte man längere Fernreisen nicht nur vorab mit seinem Arzt besprechen, sondern auch die Reise etwas genauer planen, um den Flug möglichst stressfrei zu gestalten.

Gepäck aufgeben

Vor allem das Gepäck kann die Flugreise anstrengend machen. In vielen Flughäfen kann man durchaus mehrere Kilometer innerhalb des Flughafens zurücklegen. Je fortgeschrittener die Schwangerschaft, desto anstrengender ist dies, wenn man mit schwerem Handgepäck reist. Deswegen lohnt es sich meistens auch kleinere Koffer in Handgepäckgröße als Aufgabegepäckstück dazu zu buchen.

Verpflegung mitnehmen

Oft hat man in der Schwangerschaft ganz spezielle Gelüste. Am Anfang der Schwangerschaft, wenn die Übelkeit bei vielen noch besonders stark ist, tut etwas Frisches, wie beispielsweise Trauben oder Orangen, sehr gut. Zudem hilft es oft gegen die Übelkeit regelmäßig etwas Kleines zu essen. Etwas Obst und eine Packung Studentenfutter sind nicht nur während einer Flugreise gut dabei zu haben.

Durch die trockene Luft im Flugzeug hat man mehr Durst, sodass es Sinn macht sich eine große Flasche Wasser mitzunehmen. An Orten, an denen es gutes Leitungswasser gibt, kann man auch eine leere Flasche mit durch die Sicherheitskontrolle nehmen und danach am Waschbecken auffüllen.

Am Gang sitzen

Muss man während der Schwangerschaft eh öfter auf die Toilette, wird dies durch ausreichendes Trinken im Flugzeug nur noch gesteigert. Deswegen ist es praktisch einen Platz am Gang zu haben. So kommt man nicht nur leichter auf die Toilette, sondern kann auch immer wieder mal aufstehen und die Beine bewegen oder einfach lang in den Gang ausstrecken.

Kompressionsstrümpfe anschaffen

Bekommt man durch das Fliegen schwere Beine, dann kann man dem gut mit Kompressionsstrümpfen entgegenwirken. Durch ein Thromboserisiko in der Familie, können einem diese beispielsweise durch die Frauenärztin verschrieben werden. In der Apotheke wird man dann vermessen, um ein perfekt passendes Paar dieses so unsexy klingelnden Kleidungsstücks zu erhalten. Kompressionsstrümpfe sehen übrigens aus wie halterlose Strümpfe und es gibt sie in verschiedenen Farben.

Es sich gemütlich machen

Vor allem auf längeren Flügen, sollte man es sich so gemütlich wie möglich machen. Dazu gehört bequeme Kleidung, die auch bei längerem Sitzen nicht auf den Bauch drückt. Und auch die Klassiker wie Nackenkissen, Ohrstöpsel und Augenmaske können gut sein. Gegen die trockene Luft auf Flugreisen – schwanger und nicht schwanger – sind Lippenbalsam und Nasenöl sehr angenehm.

Dieser Artikel wurde am 12. September 2017 überarbeitet.

 

2 Gedanken zu „Fliegen in der Schwangerschaft“

  1. An dieser Stelle erst mal vielen Dank für die vielen wertvollen Informationen, die man in diesem Beitrag / Blog finden kann. Das Internet ist ja voll mit Informationen zum Thema Schwangerschaft und leider lassen sich viele werdende Mütter gerade beim ersten Kind total irre machen. Da ich selber einen Sohn habe, weiß ich nur zu gut, wie ein Kind das Leben schlagartig verändert. Wie gesagt, Daumen hoch für den Blogbetreiber / Blogbetreiberin für die Zeit bzw. Arbeit, die hier investiert wird. Gerade wenn man Kinder hat, ist es schon ein Kunststück sich für sowas Zeit zu nehmen. Liebe Grüße

    1. Liebe Madeleine,
      vielen Dank für die lieben Worte!
      Mir macht es große Freude die Dinge, die ich mir über das Kinderhaben anlese auch noch einmal aufzuschreiben, zu illustrieren und hier auf dem Blog festzuhalten. So wird vieles für mich noch einmal klarer und es freut mich sehr, wenn es auch dem ein oder anderen Elternteil weiterhilft.
      Aber ja, manchmal erfordert es etwas Organisation alles unter einen Hut zu bekommen 🙂
      Liebe Grüße,
      Claudia

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